STUDIUM PRZYPADKU 3

Vom Perspektivwechsel
zur Veränderung im Handeln

Workshop-Design | Verhaltensänderung | Bereichsübergreifende Zusammenarbeit | Automobilbranche

Wie gestaltet man einen Workshop, der Wissen und Fähigkeiten entwickelt und zugleich Denkweise, Haltung und Handeln verändert?

Das Projekt befasste sich mit der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit in einem Autohaus. Die Teilnehmenden vertraten unterschiedliche Organisationsbereiche mit eigenen Aufgaben, Prozessen und Zielen.

Vertriebs- und Kommunikationskompetenzen waren bereits zuvor entwickelt worden. Der nächste Schritt sollte deshalb nicht einfach weiteres Wissen oder zusätzliche Techniken vermitteln.

Die Herausforderung bestand darin, Bedingungen für eine veränderte Sicht auf die eigene Rolle zu schaffen und diesen Perspektivwechsel in konkrete Handlungen zu übersetzen.

Eine Organisation ist keine Sammlung unabhängiger Abteilungen. Aus Kundensicht ist sie ein Organismus, in dem die Aktivitäten eines Bereichs die Arbeit anderer, das Kundenerlebnis und das Gesamtergebnis des Unternehmens beeinflussen.

Anstelle eines klassischen Kommunikations- oder Teamtrainings entstand daher ein Workshop, der in den realen Prozessen der Organisation verankert und parallel auf zwei Ebenen gestaltet wurde.

Warsztat przekładający zmianę perspektywy na konkretne działanie

Zwei Wege. Ein Ziel.

Der Perspektivwechsel eröffnete neue Handlungsmöglichkeiten. Die Arbeit an der Haltung sollte helfen, sie tatsächlich zu nutzen.
PERSPEKTIVE
KUNDE
→
MEINE ABTEILUNG
→
ANDERE ABTEILUNGEN
→
DER GESAMTE PROZESS
→
ORGANISATION
GEMEINSAMES ZIEL
ZUFRIEDENER
KUNDE
HALTUNG
ICH WEISS
→
ICH ERKENNE
ZUSAMMENHÄNGE
→
ICH SUCHE
MÖGLICHKEITEN
→
ICH VERPFLICHTE MICH
ZUM HANDELN
→
ICH BEREITE MICH AUF HINDERNISSE VOR
→
ICH HANDLE
Pracownik analizujący perspektywę Klienta, działów, procesu i organizacji
01

Über die Perspektive des eigenen Bereichs hinausblicken

Ausgangspunkt waren reale Prozesse des Autohauses – jedoch deutlich weiter betrachtet als nur durch den eigenen Verantwortungsbereich.

Die Teilnehmenden analysierten sie aus Kundenperspektive sowie aus Sicht des eigenen und anderer Bereiche. So entdeckten sie Zusammenhänge, die im Alltag nicht immer sichtbar sind. Besonders wichtig war der Blick auf Prozesse, an denen sie nicht unmittelbar beteiligt waren – und die Erkenntnis, dass das Handeln anderer ihre Arbeit beeinflusst und eigene Entscheidungen Chancen oder Einschränkungen für andere schaffen können.

Die Grenze des eigenen Bereichs ist nicht die Grenze des eigenen Einflusses. Die Perspektive erweiterte sich schrittweise: von „Wofür bin ich verantwortlich?“ über „Wen und was beeinflusse ich?“ bis zu „Wie beeinflussen wir gemeinsam Kundenerlebnis und Gesamtergebnis?“
Pracownicy różnych działów budujący wspólny rezultat
02

Von „meinem Bereich“ zum gemeinsamen Ergebnis

Die erweiterte Perspektive ermöglichte den Schritt vom Erkennen von Zusammenhängen zur Suche nach realen Synergien zwischen den Bereichen.

Die Teilnehmenden analysierten Schnittstellen, gegenseitige Abhängigkeiten sowie Ziele und KPI der einzelnen Bereiche. Es ging nicht darum, eigene Ziele zugunsten anderer aufzugeben, sondern Ansatzpunkte zu finden, an denen das Handeln eines Bereichs die Zielerreichung eines anderen unterstützt.

Vom Allgemeinen: „Wir sollten besser zusammenarbeiten.“
Zum Konkreten: „Was können wir gemeinsam erreichen, das keiner unserer Bereiche allein erreichen kann?“
Zmiana sposobu myślenia z ograniczeń na możliwości
03

Von „Das geht nicht“ zu „Was können wir tun?“

Möglichkeiten zu erkennen ist das eine. Bereit zu sein, Wege zu ihrer Nutzung zu suchen, das andere.

Ein Teil der Workshop-Erfahrungen arbeitete deshalb bewusst mit einer „Can-do“-Haltung. Die Teilnehmenden gingen über naheliegende Lösungen und Einschränkungen hinaus und suchten anschließend Wege, ihre Ideen in die Realität der Organisation zu übertragen.

ICH SUCHE MÖGLICHKEITEN → ICH PRÜFE EINSCHRÄNKUNGEN → ICH SUCHE EINEN WEG
Ein kleiner Unterschied im Denkprozess, aber ein großer Unterschied im Umgang mit Veränderung.
Uczestnicy warsztatu wspólnie tworzący własne rozwiązania
04

Die Lösungen kamen nicht von der Trainerin

Die Teilnehmenden erhielten weder fertige Regeln der Zusammenarbeit noch vorgegebene Lösungen. Sie entwickelten diese selbst im Verlauf des gesamten Workshops.

Meine Aufgabe bestand darin, Erfahrungen zu gestalten, die vom Perspektivwechsel über das Erkennen von Zusammenhängen und Kooperationsmöglichkeiten bis zur Entwicklung konkreter Lösungen für die eigene Organisation führten.

Ich entwickelte keine Lösungen für die Teilnehmenden. Ich gestaltete die Bedingungen, unter denen sie diese selbst entwickeln konnten.
Pomysł weryfikowany pod kątem odpowiedzialności, odbiorcy, czasu i ryzyka
05

Eine Idee muss der Realität standhalten

Die Ideen wurden zunächst konkretisiert: WAS? WER? FÜR WEN? WANN? WIE?

Anschließend durchliefen sie einen Stresstest. Die Teilnehmenden suchten unter anderem nach Verantwortungslücken, widersprüchlichen KPI, Problemen im Informationsfluss und Risiken an den Schnittstellen.

Vertreter anderer Bereiche hinterfragten Annahmen und benannten weitere Einschränkungen. Die Ideengeber verteidigten ihren Ansatz, passten ihn an oder suchten Wege, Risiken zu beseitigen.

Erst dann wurde gemeinsam entschieden: umsetzen → anpassen → verwerfen.
Die gemeinsame Entscheidung stärkte nicht nur die Qualität der Lösung, sondern auch das Engagement der Teilnehmenden für ihre spätere Umsetzung.
Pracownik przekładający refleksję na konkretną deklarację działania
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Von „Was sollten wir?“ zu „Was werde ich tun?“

Der Perspektivwechsel wurde über den gesamten Workshop hinweg aufgebaut. Die einzelnen Erfahrungen konfrontierten die Teilnehmenden mit der Sicht der Kunden, anderer Bereiche und des Gesamtprozesses und regten zugleich zur Reflexion über den eigenen Einfluss auf die Arbeitsweise der Organisation an.

Die Teilnehmenden erkannten selbst die Notwendigkeit, ihr Denken und Handeln zu verändern, und übersetzten diese Reflexion anschließend in persönliche Zusagen und erste konkrete Schritte.

WAS SOLL ANDERS FUNKTIONIEREN? → WAS BRAUCHEN WIR VON ANDEREN? → WELCHEN EINFLUSS HABE ICH? → WAS WILL ICH AN MEINER HALTUNG ÄNDERN? → WAS KANN ICH AB JETZT ANDERS TUN?
Es entstand eine Landkarte gegenseitiger Zusagen – konkrete Verpflichtungen einzelner Personen gegenüber Menschen aus anderen Organisationsbereichen.
Rozwijająca się zmiana wspierana po zakończeniu warsztatu
07

Der Workshop endet. Die Veränderung nicht.

Ein mehrtägiger Workshop kann Perspektiven verändern, Reflexion auslösen und neue Handlungsweisen initiieren. Dauerhafte Veränderung in der Organisation kann er jedoch nicht garantieren.

Deshalb endete das Projekt nicht mit dem Workshop. Die entwickelten Lösungen benötigten weitere Umsetzung, klare Verantwortung und Unterstützung durch Führungskräfte – bei gleichzeitiger Bewahrung des Engagements jener Mitarbeitenden, die sie selbst geschaffen hatten.

Perspektywa procesowa i postawa prowadzące do wspólnego celu

Zwei Wege.
Ein Ziel.

Nicht nur Wissen und Können entwickeln, sondern auch die Art, wie Teilnehmende ihre Rolle betrachten, Entscheidungen treffen und in ihrer täglichen Realität handeln.

Auf den ersten Blick war es ein Workshop zur bereichsübergreifenden Zusammenarbeit. Tatsächlich wurden zwei Wege parallel gestaltet: Perspektive und Haltung – beide führten zu gemeinsamem Handeln.